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Gesundheit im 21. Jahrhundert: Wie Evolution, Ernährung und Natur zusammenwirken

Autorenbild: Veronika Fabianova
Veronika Fabianova
vor 2 Minuten
8 Min. Lesezeit

Alles um uns herum befindet sich in ständigem Wandel, und auch die menschliche Evolution steht nicht still. Es liegt in unserer Verantwortung, wie wir auf diese Veränderungen reagieren, denn auch unsere individuellen Reaktionen haben Auswirkungen auf die Welt.

lat-Style-Illustration zur Gesundheit im Wandel mit menschlicher Evolution, DNA, Immunsystem, Darmmikrobiom, Heilpflanzen, Vitaminen, natürlichen Lebensmitteln und moderner Lebensweise.

Wir müssen nicht einmal viele Jahrhunderte zurückgehen, um zu sehen, welche Veränderungen der menschliche Körper durchlaufen hat. Es reicht, bei den 1800er-Jahren zu beginnen, doch selbst bei unseren Grosseltern und den nachfolgenden Generationen sind die Zeichen der Evolution sichtbar. Wenn sich eine Gesellschaft entwickelt und zunehmenden Wohlstand erreicht, verändern sich die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten der Menschen. Mit der Ausbreitung des Wohlstands sterben immer mehr Menschen an sogenannten Wohlstandskrankheiten.

Die auffälligste Veränderung betrifft die Körpergrösse.

Klimaveränderung:

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Temperatur und Körpergrösse. Damit wurde nachgewiesen, dass das Klima in diesem Zeitraum eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Körpergrösse spielte.

„Je kälter es ist, desto grösser sind die Menschen. Wenn du grösser bist und einen grösseren Körper hast, produzierst du mehr Wärme.“

Die Rolle von Viren in evolutionären Prozessen

Viren spielten unter anderem eine Rolle bei der Fähigkeit von Säugetieren, lebende Nachkommen zu gebären, sowie bei der Entwicklung der Plazenta. Bereits seit der Entstehung der Erde spielen sie eine bedeutende Rolle in unserem Leben.

Viren spielen eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung eines gesunden Mikrobioms im Körper von Menschen und Tieren. Bestimmte Viren haben für den Menschen eine schützende Wirkung gegenüber Krankheitserregern. Das Hepatitis-G-Virus verzögert bei HIV-positiven Menschen die Progression und wirkt auch gegenüber Ebola schützend.

In einem Mäuseexperiment wurde nachgewiesen, dass mit Herpes infizierte Mäuse weniger anfällig für bakterielle Infektionen wie beispielsweise Beulenpest oder Listerien waren. Es wird angenommen, dass diese Feststellung auch auf den Menschen zutrifft.

Sie funktionieren wie ein USB-Stick und tragen wichtige genetische Informationen. Würden sie von der Erde verschwinden, würde auch das Leben auf der Erde aufhören zu existieren.

Die Lebenserwartung ist höher, aber hinsichtlich unserer Gesundheit leben wir nicht zwangsläufig ein qualitativ besseres Leben.

Kinder kommen deutlich früher in die Pubertät. Laut einer Untersuchung der University of California treten 15 % der Mädchen bereits im Alter von sieben Jahren in die Pubertät ein. Dies bringt nicht nur eine frühe Menstruation oder die vorzeitige Entwicklung sekundärer Geschlechtsmerkmale mit sich, sondern leider auch ein höheres Brustkrebsrisiko.

Wenn sich eine Gesellschaft entwickelt und zunehmenden Wohlstand erreicht, verändern sich die Ernährungs- und Lebensgewohnheiten der Menschen. Mit der Ausbreitung des Wohlstands sterben immer mehr Menschen an Wohlstandskrankheiten.

Vitamine

Die grösste Veränderung brachte die industrielle Revolution: Sowohl in der Ernährung als auch bei den bis dahin angewandten Behandlungsmethoden kam es zu zahlreichen Veränderungen und Paradigmenwechseln.

Zu dieser Zeit begann man, sich mit dem Begriff der Vitamine und deren Erforschung zu beschäftigen. Durch das Arzneimittelgesetz, das sogenannte Flexner-Gesetz, kamen synthetische Medikamente auf.

Abraham Flexner führte eine Untersuchung durch und stellte fest, dass die einzelnen medizinischen Fakultäten in Amerika unterschiedliche Ansätze verfolgten und die Rolle und Aufgaben von Arzt und Patient unterschiedlich betrachteten.

Er schlug vor, die Anforderungen an die medizinische Ausbildung zu vereinheitlichen und identische Lehrmaterialien beziehungsweise Lehrbücher einzusetzen. Er forderte, dass ausschliesslich standardisiert hergestellte Präparate gelehrt und angewendet werden sollten.

Alle Mittel, wie Heilkräuter und Heiltees, deren Herstellung oder Wirkstoffgehalt Schwankungen unterliegen konnte, sollten ausgeschlossen werden.

Sämtliche natürlichen Heilmethoden und als Quacksalberei eingestuften Methoden wurden den nicht zu unterrichtenden Fächern zugeordnet. Dadurch verschwand auch die Ernährungslehre aus dem Lehrstoff.

In dieser Zeit wurde nur das als akzeptiert betrachtet, was offiziell gemessen werden konnte.

Der menschliche Organismus wurde wie eine Dampfmaschine beziehungsweise ein Wärmekraftwerk betrachtet.

Untersuchungen mit natürlichen Substanzen und Vitaminen widerlegten dies jedoch, denn die Funktionsweise des menschlichen Organismus ist wesentlich komplexer.

Wissenschaftler experimentierten jahrelang mit der Herstellung verschiedener Extrakte, welche die Wirkmechanismen von Vitaminen zeigten. Sie begannen, diese voneinander zu trennen und zu analysieren.

Dabei wurde sichtbar, dass diese Extrakte aus chemisch unterschiedlichen Verbindungen bestehen. Wurden diese Verbindungen einzeln angewendet, erzeugten sie nicht dieselbe Wirkung wie gemeinsam.

Und genau darin liegt das Geheimnis der Wirksamkeit vollständiger Extrakte.

Synthetische Vitamine entziehen dem Gewebe die für ihre Verwertung notwendigen Stoffe, wodurch im Organismus weitere Mangelzustände entstehen.

Ein synthetisches Vitamin wird im Organismus niemals dieselben Prozesse unterstützen wie ein natürliches Vitamin.

Albert Szent-Györgyi entdeckte nicht nur die Ascorbinsäure, sondern auch die biologische Oxidation, die Vitamin C im Organismus auslöst, den Szent-Györgyi-Krebs-Zyklus.

Durch die Einnahme synthetischer Ascorbinsäure lässt sich nicht dieselbe Wirkung erzielen wie durch den Verzehr des in einem Apfel enthaltenen Vitamin C zusammen mit den für seine Verwertung notwendigen Faktoren.

Die Vitaminwirkung kann nicht auf ein einziges synthetisches Molekül zurückgeführt werden.

Die verschiedenen Untersuchungen machten deutlich, dass der menschliche Organismus keineswegs eine Dampfmaschine ist, sondern vielmehr ein biologisches Gefäss, ein wunderbares biologisches System, in dem bis heute unbekannte Prozesse ablaufen.

Verwendung von Heilpflanzen

Vor der industriellen Revolution lässt sich die Tradition des Anbaus, Sammelns, Verarbeitens und der Verwendung von Heilpflanzen bis zur Entstehung der menschlichen Zivilisation zurückverfolgen.

Botanische Arzneimittel wurden in den Vereinigten Staaten bis 1920 weit verbreitet eingesetzt und anschliessend zunehmend durch synthetische Medikamente ersetzt.

Unsere Vorfahren verwendeten zur Behandlung verschiedenster Krankheiten ausschliesslich Heilpflanzen von kleinen Schürfwunden bis hin zu schweren Krankheitszuständen.

Am wichtigsten war jedoch, dass sie die Behandlung jeder Krankheit mit der Entgiftung des Organismus begannen.

Auch die von den Navajo-Indianern angewandten Heilmethoden sind sehr interessant. Sie hielten nicht nur die Entgiftung des Körpers für wichtig, sondern vertraten auch die Ansicht, dass körperliche Krankheiten auf seelischer Ebene geheilt werden müssen.

Heilpflanzen gehören zu den ältesten von der Menschheit verwendeten Heilmitteln. Die Verwendung von Pflanzen zu Heilzwecken war im Laufe der Geschichte in allen Kulturen präsent.

25 % der modernen Medikamente stammen aus Pflanzen, die ursprünglich in der traditionellen Medizin verwendet wurden.

Die grössten Bevölkerungsgruppen, die Heilpflanzen verwenden, befinden sich in China und Indien. Dort gibt es Tausende von Heilpflanzen, die seit mindestens zweitausend Jahren bekannt sind.

In China sind 500 Heilpflanzenarten offiziell als Arzneimittel registriert. Weitere 5'000 Arten werden von verschiedenen ethnischen Gruppen als traditionelle Arzneimittel beziehungsweise Volksheilmittel verwendet.

Traditionelle pflanzliche Präparate machen 40–60 % der verwendeten Arzneimittel aus, und traditionelle chinesische Arzneimittel sind die am zweithäufigsten verwendeten Arzneimittel in der westlichen Welt:

  • In Indien werden 70 % der verwendeten Arzneimittel aus natürlichen Substanzen hergestellt.

  • In Japan verschrieben im vergangenen Jahr 80 % der Ärzte traditionelle chinesische/japanische Arzneimittel.

  • Japan weist den weltweit höchsten Pro-Kopf-Verbrauch pflanzlicher Arzneimittel auf.

  • In Europa, insbesondere in Deutschland, werden pflanzliche Arzneimittel regelmässig von Ärzten eingesetzt und geniessen breite wissenschaftliche und medizinische Unterstützung. In Deutschland muss jeder Medizinstudent Phytotherapie lernen, und 80 % der Ärzte verwenden regelmässig Heilpflanzen.

In den vergangenen 50 Jahren rückte die Verwendung synthetischer, chemisch hergestellter Wirkstoffe in den Vordergrund. Im vergangenen Jahrzehnt erleben Heilpflanzen und ihre aus natürlichen Quellen gewonnenen Wirkstoffe jedoch erneut eine Renaissance.

Mit der steigenden Nachfrage nach solchen Produkten entwickelte sich auch die Effizienz der Wirkstoffextraktion weiter, um eine möglichst breite Bioaktivität zu erreichen. Dies wird auch durch unsere gegenwärtige evolutionäre Veränderung erforderlich. Adaptogene Heilpflanzen beispielsweise, die ihre Wirkung über das psycho-neuro-endokrine System entfalten, gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Der evolutionäre Mechanismus basiert auf einem komplexen System chemischer Reaktionen organischer Moleküle.

Diese chemischen Reaktionen haben sich infolge der Belastungen, die uns umgeben, verändert: Die Funktion unseres Immunsystems, unsere Stoffwechselprozesse und auch die Prozesse der Zellteilung haben sich verändert.

Die Zusammensetzung unserer Darmflora verschiebt sich in Richtung schädlicher Bakterien. Dies beeinflusst nicht nur unser Immunsystem, sondern auch unseren Stoffwechsel.

Es gibt immer mehr Menschen mit Übergewicht, Diabetes, endokrinen Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumorerkrankungen.

Die Belastungen, denen unser Organismus ausgesetzt ist, nehmen immer weiter zu: Schwermetallbelastungen, sich anreichernde Stoffe in Kosmetika und Lebensmitteln, schädliche Substanzen in Lebensmitteln sowie eine ungeeignete Ernährung, beispielsweise mit Fetten und Transfetten.

Unsere Entgiftungsorgane wie Leber und Nieren sind überlastet.

Panikartig nehmen wir billige synthetische Vitamine unbekannter Herkunft ein und schaden uns damit mehr, als dass wir uns nützen.

Die Krankheiten unserer Zeit lassen sich nur in den seltensten Fällen auf eine einzige Ursache zurückführen. Wenn wir dennoch eine Ursache bestimmen möchten, müssen wir sagen, dass diese eine Ursache ein unnatürliches Leben ist.

Paracelsus

Paracelsus lehrte, dass Krankheiten viele verschiedene Ursachen haben, diese jedoch alle auf eine Hauptursache zurückgeführt werden können: darauf, dass der Mensch nicht im Einklang mit den Naturgesetzen lebt, seiner Seele nicht folgt und dadurch von dem Weg abweicht, den seine Seele ihm weist.

Krankheit ist die Folge dieser Disharmonie.

Der Mensch besitzt die Fähigkeit zur Selbstheilung, die eine Kraft der Natur ist.

Welche Rolle spielt der Arzt im Heilungsprozess?

Paracelsus war der Ansicht, dass der äussere Arzt nicht heilen kann. Er kann lediglich den inneren Arzt erwecken und im Einklang mit der Natur die Prozesse beschleunigen.

Die Aufgabe des Arztes besteht demnach nicht in erster Linie darin, den Körper zu heilen, sondern die innere Transformation des kranken Menschen zu unterstützen, seine Seele zu reinigen und seine geistige Kraft zu stärken, damit die gestörte Harmonie wiederhergestellt werden kann.

„Die Kraft des Sehens kommt nicht aus den Augen, die des Hörens nicht aus den Ohren und die des Empfindens nicht aus den Nerven. Es ist der Geist des Menschen, der durch die Augen sieht, mit den Ohren hört und mithilfe der Nerven empfindet.“

Ebenso betrachtete Paracelsus das Gehirn nicht als Quelle des Denkens:

„Weisheit, Verstand und Gedanken befinden sich nicht im Gehirn, sondern gehören zum unsichtbaren Geist, der durch das Herz fühlt und mithilfe des Gehirns denkt. All diese Kräfte manifestieren sich durch die physischen Organe. Die physischen Organe bestimmen die Art ihrer Manifestation.“

Nach Paracelsus besteht das höchste Ziel des Lebens darin, unsere eigene göttliche Natur zu verwirklichen.

„Erst wenn die Illusion des ‚Ichs‘ aus meinem Herzen und meinem Geist verschwunden ist und sich mein Bewusstsein auf jene Ebene erhoben hat, auf der es kein ‚Ich‘ gibt, werde nicht ich der Handelnde sein, sondern der Geist der Weisheit wird durch meine Mitwirkung Wunder vollbringen.“

Paracelsus lehnte die gewöhnliche Sterndeutung beziehungsweise Horoskopie ab. Er war nicht damit einverstanden, dass die Sterne das Schicksal des Menschen bestimmen.

Er sagte, dass kosmische Einflüsse lediglich auf den tierischen Teil des Menschen wirken können, nicht jedoch auf seinen göttlichen Teil. Der Mensch ist daher in der Lage, sein Schicksal durch seine Gedanken und seinen Willen zu lenken.

Paracelsus stellte sehr hohe moralische Anforderungen an Ärzte. Er sagte, dass die erste und wichtigste Voraussetzung für einen Arzt vollkommene Reinheit und eine aufrichtige, reine Absicht seien sowie Freiheit von Ehrgeiz, Eitelkeit, Neid, Unmoral und Selbstgefälligkeit.

Er lehrte, dass Liebe und Verständnis die höchsten heilenden Kräfte sind.

Er sagte, dass es zwei Arten von Ärzten gibt: jene, die aus Liebe handeln, und jene, die aus Eigennutz handeln.

Solange der Mensch sich nur um sich selbst kümmert und seinen eigenen Vorteil sucht, verstösst er gegen eines der höchsten Naturgesetze: das Gesetz der Einheit.

Sehr viele Symptome bezeichnen wir als Krankheit, obwohl ihnen lediglich irgendein Mangelzustand zugrunde liegt, beispielsweise ein Mangel an Polysacchariden oder Polyphenolen sowie ein Mangel an Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren. Aus diesen Mangelzuständen können sich später chronische Erkrankungen entwickeln.

Dieser evolutionäre Entwicklungsprozess bringt mit sich, dass wir unserem Organismus die für seine Funktion notwendigen Nährstoffe und Vitamine in einer völlig anderen Zusammensetzung und Form zur Verfügung stellen müssen.

Aufgrund des vielen Sitzens, der geringen Bewegung und der niedrigen Flüssigkeitsaufnahme ist auch das Blut des heutigen Menschen dickflüssiger als vor hundert Jahren. Die Menschen von damals benötigten nicht dieselben Vitamine und Nährstoffe wie die Menschen der Gegenwart.

Die Natur bietet immer eine Lösung für die Krankheiten, die uns betreffen. Damit sind niemals synthetische Verbindungen gemeint, sondern komplexe, synergistisch wirkende lebendige Nährstoffe wie Kombucha, Flavonoide, Heilpilze, Heilpflanzen und andere lebendige Nährstoffe wie beispielsweise Granatapfelkonzentrat

Vitalpilze als Teil eines ganzheitlichen Gesundheitsansatzes

Auch Vitalpilze haben seit Jahrhunderten einen festen Platz in traditionellen Gesundheitssystemen, insbesondere in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Heute rücken Pilze wie Reishi, Cordyceps und Hericium auch im modernen ganzheitlichen Gesundheitsverständnis zunehmend in den Fokus. Sie enthalten eine Vielzahl natürlicher bioaktiver Substanzen, darunter Polysaccharide wie Beta-Glucane, Triterpene und weitere pilztypische Verbindungen.

Für VEROVITALIS gehören Vitalpilze zu einem umfassenderen Verständnis von Gesundheit: Ernährung, Bewegung, Schlaf, Nervensystem, Darmgesundheit und bewusste Regeneration wirken zusammen. Hochwertige Vitalpilzextrakte können dabei als Teil einer solchen ganzheitlichen Lebensweise eingesetzt werden.

Vereinfacht gesagt: Für die Krankheiten des 21. Jahrhunderts müssen die Heilmittel des 21. Jahrhunderts eingesetzt werden.

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