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Reishi in der Schwangerschaft: was du wirklich wissen musst

  • Autorenbild: Veronika Fabianova
    Veronika Fabianova
  • 21. Juli
  • 5 Min. Lesezeit
schwangere Frau beim Arbeiten am Laptop nein einem Schreibtisch
Schwangere Frau arbeitet

Ich bekomme diese Frage öfter, als du denkst: „Nika, ich bin schwanger, darf ich meinen Reishi weiternehmen?“

Und jedes Mal höre ich dieselbe Unsicherheit im Tonfall. Die eine Hälfte des Internets behauptet, Vitalpilze seien seit 2000 Jahren erprobt und völlig unbedenklich. Die andere Hälfte warnt pauschal vor allen „Nahrungsergänzungsmitteln in der Schwangerschaft“.

Beides hilft dir nicht wirklich weiter. Deshalb schreibe ich diesen Artikel so, wie ich es einer Freundin am Küchentisch erklären würde: ehrlich, ohne Verharmlosung und ohne Panikmache.

Das allgemeine Problem mit Studien in der Schwangerschaft

Hier ist die unbequeme Wahrheit: Für so gut wie kein Nahrungsergänzungsmittel: ob Vitalpilz, Kräuterextrakt oder Superfood-Pulver, gibt es ausreichend hochwertige klinische Studien an schwangeren Frauen. Dies passierte aus ethischen Gründen. Kaum jemand hat Studien an Schwangeren durchgeführt, wenn es nicht unbedingt nötig war.

Das gilt für Reishi genauso wie für die meisten pflanzlichen Präparate im Drogerie-Regal. Und genau das macht die Antwort auf "darf ich das nehmen" komplizierter, als eine einfache Ja/Nein-Liste im Internet suggeriert.

Was ist Reishi eigentlich?

Herkunft und traditionelle Verwendung

Reishi, botanisch Ganoderma lucidum, wächst auf morschem Holz und trägt in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) seit über 2000 Jahren den Beinamen "Pilz der Unsterblichkeit". Kaiser liessen ihn sich einst servieren, in der Annahme, er verlängere das Leben.

Ich sage das bewusst so nüchtern: Der Name ist ein historisches Etikett, keine wissenschaftliche Tatsachenbehauptung. Was ihn tatsächlich interessant macht, ist etwas anderes, seine Inhaltsstoffe.

Inhaltsstoffe und bioaktive Verbindungen

Reishi enthält unter anderem:

  • Beta-Glucane

  • Triterpene

  • Polysaccharide

  • Sterole

  • Aminosäuren

  • Spurenelemente Spurenelemente

  • Antioxidative Pflanzenstoffe

Diese Verbindungen stehen im Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen, unter anderem im Zusammenhang mit dem Immunsystem, oxidativem Stress und der Anpassungsfähigkeit des Körpers an Belastungen.

Was sagt die Forschung tatsächlich über Ganoderma lucidum?

Die Beta-Glucane im Reishi gehören zu den am besten untersuchten Vitalpilz-Inhaltsstoffen überhaupt. Zell- und Tierstudien sowie einzelne Humanstudien deuten darauf hin, dass sie mit bestimmten Immunzellen interagieren können.

Wenn dich interessiert, wie Vitalpilze wissenschaftlich untersucht werden, lies auch unseren Artikel über Reishi: Der Pilz, den die Schweiz gerade entdeckt

Reishi und Schwangerschaft: der Stand der Dinge

Und jetzt zum Kern deiner Frage.

Aktuell gibt es keine qualitativ hochwertigen klinischen Studien, die die Sicherheit einer regelmäßigen Reishi-Einnahme während der Schwangerschaft eindeutig belegen. Punkt.

Deshalb raten viele Ärztinnen, Ärzte und Fachgesellschaften, Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft immer individuell abzuwägen, statt sich auf pauschale Aussagen aus dem Internet zu verlassen. Das ist keine Ausrede, das ist die ehrlichste Antwort, die ich dir geben kann.

Ein Beispiel dafür, woran aktuell geforscht wird

Um zu zeigen, auf welcher Ebene die Forschung heute steht, lohnt sich ein Blick auf eine brasilianische Tierstudie (Viroel et al., 2022, Antioxidants). Darin wurde trächtigen Ratten künstlich ein Diabetes-ähnlicher Zustand ausgelöst. Ein Teil der Tiere erhielt zusätzlich Ganoderma lucidum.

Bei den Ratten mit Reishi-Gabe zeigten sich bessere Blutzuckerwerte, weniger Leberbelastung, reduzierter oxidativer Stress und eine bessere Entwicklung der Föten.

Das ist ein interessantes Signal aus der Grundlagenforschung, aber eben eine Tierstudie mit kontrolliert verabreichter, standardisierter Dosis. Keine Untersuchung an schwangeren Frauen. Solche Ergebnisse zeigen, wohin die Forschung schaut, sind aber kein Beleg für Wirkung oder Sicherheit beim Menschen. An dieser Unterscheidung zwischen Tier- und Humanstudie scheitern viele andere Artikel zum Thema.

Was ich Frauen in dieser Situation wirklich rate

Ich beschäftige mich seit Jahren mit Vitalpilzen, lese Studien und spreche mit Fachleuten. Trotzdem sage ich bewusst weder „nimm es“ noch „lass es weg“.

Stattdessen: Sprich mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme, bevor du Reishi (oder irgendein anderes Nahrungsergänzungsmittel) in der Schwangerschaft einnimmst. Dieses Gespräch ist keine Formalität, sondern der einzige Weg zu einer Entscheidung, die wirklich zu deiner Situation passt.

Was macht Reishi ernährungsphysiologisch interessant?

Unabhängig von der Sicherheitsfrage lohnt sich ein Blick darauf, was in Ganoderma lucidum tatsächlich steckt. Der Pilz enthält unter anderem:

  • Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, B9, Vitamin C, Vitamin D)

  • Mineralstoffe (Natrium, Kalium, Calcium, Chlorid, Magnesium, Phosphor)

  • Spurenelemente (Zink, Mangan, Selen, Kupfer, Eisen, organisches Germanium)

  • essenzielle Aminosäuren

Das enthaltene Beta-Glucan steht, wie bereits erwähnt, im Fokus der Forschung zum Immunsystem. Das Nährstoffprofil an sich ist ein Grund, warum Reishi in der Longevity- und Biohacking-Community so viel Aufmerksamkeit bekommt.

Der Faktor, der bei diesem Thema oft übersehen wird: Qualität

Was viele nicht wissen: Pilze sind biologische "Schwämme". Sie nehmen Stoffe aus ihrer Umgebung auf, auch unerwünschte. Wachsen sie auf belasteten Böden, können sie Schwermetalle wie Blei, Cadmium oder Arsen anreichern.

Gerade in einer Lebensphase, in der du besonders sensibel auf das achtest, was in deinen Körper gelangt, macht das einen Unterschied. Ich achte deshalb konsequent auf:

  • kontrollierten Bio-Anbau

  • unabhängige Laboranalysen (bei uns durch AGROLAB)

  • transparente Herkunft

  • standardisierte Extrakte

  • Fruchtkörper statt Myzel

Das ersetzt keine ärztliche Entscheidung. Aber es ist der Unterschied zwischen einem Produkt, bei dem du weisst, was drin ist, und einem, bei dem du es hoffst.

Unser Reishi-Flüssigextrakt wird aus dem zertifiziert biologischen Fruchtkörper gewonnen: alkoholfrei, chitinfrei, laborgeprüft auf Schadstoffe. Für die meisten Lebensphasen ein Extrakt, dem du vertrauen kannst. Für die Schwangerschaft gilt: Bitte erst mit deiner Ärztin oder Hebamme abklären, bevor du startest.

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FAQ — Häufig gestellte Fragen

Darf ich Reishi in der Schwangerschaft einnehmen?

Da derzeit keine ausreichenden klinischen Sicherheitsdaten vorliegen, sollte die Einnahme immer individuell mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Ist Reishi ein natürliches Lebensmittel oder ein Medikament?

Reishi ist ein Vitalpilz, der seit Jahrhunderten in Asien verwendet wird. Moderne Präparate bestehen meist aus standardisierten Extrakten des Fruchtkörpers und gelten als Nahrungsergänzungsmittel, nicht als Arzneimittel.

Welche Inhaltsstoffe enthält Reishi?

Unter anderem Beta-Glucane, Triterpene, Polysaccharide, Aminosäuren sowie verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente.

Warum ist Bio-Qualität bei Vitalpilzen besonders wichtig?

Pilze können Schadstoffe aus ihrer Umgebung aufnehmen. Kontrollierter Bio-Anbau und unabhängige Laboranalysen helfen, eine gleichbleibend hohe Qualität sicherzustellen.

Gibt es Vitalpilze, die für die Schwangerschaft gut untersucht sind?

Nein. Für keinen Vitalpilz liegen derzeit ausreichend hochwertige klinische Daten vor, um eine allgemeine Einnahmeempfehlung während der Schwangerschaft auszusprechen.

Was sollte ich stattdessen für eine gute Nährstoffversorgung in der Schwangerschaft beachten?

Eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Folsäure, Eisen, Jod, Magnesium, Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und Eiweiss bildet die Grundlage. Nahrungsergänzung sollte immer individuell mit medizinischem Fachpersonal abgestimmt werden.

Fazit

Reishi ist einer der am besten erforschten Vitalpilze weltweit und trägt eine jahrtausendealte Tradition in sich.

Eine ausgewogene Ernährung, regelmässige Vorsorgeuntersuchungen und ein offenes Gespräch mit deiner Ärztin oder Hebamme, bevor du Vitalpilze oder andere Nahrungsergänzungsmittel in dieser besonderen Zeit einnimmst.


Wissenschaftliche Quellen

  • Boh B. Ganoderma lucidum: A potential for biotechnological production of anti-cancer and immunomodulatory drugs. Recent Patents on Anti-Cancer Drug Discovery, 2013.

  • Wachtel-Galor S, Yuen J, Buswell JA, Benzie IFF. Ganoderma lucidum (Lingzhi or Reishi). In: Herbal Medicine: Biomolecular and Clinical Aspects, 2nd Edition. CRC Press.

  • Sanodiya BS et al. Ganoderma lucidum: A potent pharmacological macrofungus. Current Pharmaceutical Biotechnology, 2009.

  • National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH). Reishi Mushroom – Current evidence and safety information.

  • Ganoderma lucidum Modulates Glucose, Lipid Peroxidation and Hepatic Metabolism in Streptozotocin-Induced Diabetic Pregnant Rats (2022)

 Bildung & Interesse

 Wenn du wissen willst, welche Vitalpilze zu deiner aktuellen Lebensphase passen, schreib mir gerne eine Nachricht an info@verovitalis.ch oder per Whatsapp an +41794842164, ich helfe dir, dich in diesem Dschungel an Informationen zurechtzufinden.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschliesslich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sollten insbesondere während Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal eingenommen werden.

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